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Durch das stetige Wachstum unserer Unternehmensgruppe wächst natürlich auch unser Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern. Erstmals konnten in diesem Jahr alle 22 Auszubildenden übernommen werden. Hierzu der Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 22. Februar 2006:



 
22.02.2006

Ausbilden für eigene Weiterentwicklung

Neuenhauser Übernahmequote steigt auf 87 Prozent – Gute Chancen in den gewerblichen Berufen
165 junge Männer und Frauen haben in den vergangenen zehn Jahren nach der Ausbildung eine feste Anstellung bei der Neuenhauser Maschinenbau gefunden. In diesem Jahr sind erstmals alle Auszubildenden übernommen worden. Als Grund nennt Betriebsleiter Hermann Berends die gute Auftragslage und das beständige Wachstum des größten Arbeitgebers in der Grafschaft.

Von Daniel Klause
Neuenhaus – Markus Niehoff ist ein typisches Eigengewächs. Nach dem Realschulabschluss in Emlichheim und dem Berufgrundbildungsjahr Metall begann der heute 28-jährige Neugnadenfelder bei der Neuenhauser Maschinenbau eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Im letzten halben Jahr der Ausbildung erfolgte die Spezialisierung auf Zerspanung. Im Jahr 2002 begann er, sich berufsbegleitend an der Abendschule auf die Prüfung zum Industriemeister vorzubereiten. Heute ist Markus Niehoff in der Fertigung von Getriebegehäusen für Windkraftanlagen als Vorarbeiter verantwortlich für sieben Mitarbeiter und als Stellvertreter von Hermann Ramaker sogar für 25 Mitarbeiter.

Dass sich Niehoff vor zwölf Jahren für die Ausbildung bei der Neuenhauser Maschinenbau mit damals etwas mehr als 100 Beschäftigten entschied, hatte mehrere Gründe. Zum einen arbeitete sein Vater Hermann Niehoff damals schon seit mehr als 20 Jahren bei dem Unternehmen. Außerdem hatte er den Betrieb und die Kollegen bei drei Ferienjobs bereits kennen gelernt, bevor er sich um einen Ausbildungsplatz bewarb. Dass ein Bewerber den Zuschlag erhält, hängt nach Niehoffs Ansicht von verschiedenen Faktoren ab. Gute Noten in Mathematik und räumliches Vorstellungsvermögen seien wichtig. "Man darf sich nicht zu schade sein, sich die Hände schmutzig zu machen, und man muss bereit, Mehrarbeit zu leisten, wenn dies erforderlich ist", betont der Industriemeister. Interesse an der Arbeit mit Metall und ein Blick für den eigenen Arbeitsplatz seien weitere Voraussetzungen. Und schließlich sei auch das Mitdenken gefordert: "Wie kann man kostengünstiger produzieren? Was kann man besser machen?" Diese Fragen dürften sich bei Neuenhauser nicht nur die Meister und Ingenieure stellen, berichtet Niehoff. Einmal in der Woche werden die Verbesserungsvorschläge diskutiert.

Für Betriebsleiter Hermann Berends ist Markus Niehoff ein gutes Beispiel dafür, dass die Neuenhauser Maschinenbau seit vielen Jahren für ihre eigene Weiterentwicklung ausbildet. Qualifizierte Mitarbeiter hätten bei der Gruppe weiterhin gute Chancen. Als Beispiele nennt Berends den Kompressorenbau, der in den ersten beiden Monaten dieses Jahres schon mehr Aufträge bekommen habe als im gesamten vergangenen Jahr, die Fertigung von Segmenten für die Windenergie mit einem stetig steigenden Exportanteil und die Portalfertigung im neuen Werk in Dalum. Zurzeit sind in den vier Betrieben der Neuenhauser Gruppe in der Grafschaft 685 Mitarbeiter in sieben Produktsegmenten beschäftigt.

Auch von den 14 Ausbildern oder Teamleitern haben elf ihre berufliche Karriere in dem Unternehmen begonnen. Inzwischen sind Industriemeister des Unternehmens in den drei wichtigsten Prüfungskommissionen vertreten; Johann Rammelkamp bei den Mechatronikern, Bernd Gosink bei den Zerspanungsmechanikern und Hartmut Blekker bei den Industriemechanikern.

Angesichts der guten Berufsperspektiven wünscht sich Personalleiter Wolfgang Wesselink allerdings mehr Bewerbungen. Im vergangenen Jahr hätten sich fünf Schüler auf einen kaufmännischen und drei auf einen gewerblichen Ausbildungsplatz beworben. Neben dem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 sowohl bei Haupt- als auch bei Realschülern seien die so genannten Kopfnoten von großer Bedeutung. Betriebsleiter Berends kritisiert, dass viele Jugendliche einfach zu spät wach würden. "Die Bewerbungen sollten schon zu Beginn des BGJ abgeschickt werden und nicht erst beim Halbjahrszeugnis", rät er.




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